Vortrag von Benny Salz zum Gedenken an die Novemberpogrome und zum Antisemitismus der Gegenwart
Die Novemberpogrome vom 9. und 10. November 1938 markierten eine weitere Eskalation der nationalsozialistischen Verfolgung jüdischer Menschen. Synagogen wurden zerstört, jüdische Geschäfte geplündert, Tausende Menschen misshandelt und viele jüdische Männer in Konzentrationslager verschleppt. Die Gewalt war ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur systematischen Vernichtung der europäischen Juden.
Der Vortrag zeichnet die Entwicklung vom Aufstieg des Nationalsozialismus über die Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung bis zu den Novemberpogromen nach. Im Mittelpunkt steht anschließend die Frage, welche historischen Parallelen sich zur Gegenwart ziehen lassen und in welchen Formen sich Antisemitismus heute zeigt. Benny Salz möchte aufzeigen, wie sich judenfeindliche Denkmuster im Laufe der Geschichte verändert haben und welche Bedeutung sie für die Situation jüdischer Menschen im heutigen Deutschland und Europa haben.
Benny Salz war Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Mannheim und unterstützt aktuell das Dezernat Prävention der Polizei Rhein-Neckar zum Thema Antisemitismus.
Die Veranstaltung wird musikalisch von Rainer Michels mit Improvisationen auf dem Sopransaxophon begleitet.
Der Eintritt ist frei; wir freuen uns über eine Spende zur Unterstützung unserer Arbeit.
Wie soll die Zukunft des Arbeitskreises Ehemalige Synagoge Leutershausen aussehen? Was möchten wir bewahren, was weiterentwickeln und was vielleicht ganz neu auf den Weg bringen? Wie können wir unsere Ideen verwirklichen und weitere Menschen für unsere Arbeit gewinnen?
Wir möchten darüber nachdenken, wie sich der Arbeitskreis weiterentwickeln kann und welche Möglichkeiten sich für die kommenden Jahre eröffnen. Dazu laden wir herzlich ein zu einem
gemeinsamen Zukunftstag am 21. November.
Eingeladen sind ausdrücklich nicht nur die Mitglieder des Arbeitskreises, sondern alle, die sich für die jüdische Kultur und Geschichte und das jüdische Leben im Ort interessieren.
Der Tag wird von einer erfahrenen Moderatorin begleitet. Sie führt durch das Programm und sorgt dafür, dass unterschiedliche Sichtweisen und Ideen Raum bekommen. Es geht nicht darum, fertige Antworten mitzubringen, sondern gemeinsam neue Wege zu entdecken. Jede Idee zählt, jeder Blickwinkel kann uns weiterbringen.
Für Kaffee zu Beginn und in den Pausen sowie für ein gemeinsames Mittagessen
ist gesorgt.
Machen Sie mit – wir freuen uns auf Sie und Ihre Ideen!
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Termin: Samstag, 21. November von 9:30 bis 16:00 Uhr
Ort: Katholisches Gemeindehaus, Fenchelstr. 10, 69493 Hirschberg, Ortsteil Leutershausen
(also nicht “Alte Villa”, wie zunächst geplant)
Anmeldung
Bitte melden Sie sich spätestens bis zum 7. November an:
Michael Penk
Tel.: 06201 509179
E-Mail: penk@synagoge-leutershausen.de
Seit Gründung der Bundesrepublik wird die deutsche Geschichtsschreibung maßgeblich von dem Narrativ geprägt, nach Ende der NS-Diktatur sei im Westen ein umfassender politischer und gesellschaftlicher Neubeginn erfolgt. Zusammengefasst wird dieses Narrativ in dem geradezu mystischen Begriff der „Stunde Null“. Doch gab es eine solche „Stunde Null“ wirklich?
Der Vortrag geht daher der Frage nach, welche institutionellen und personellen Kontinuitäten über 1945 hinaus festzustellen sind – vor dem Hintergrund der konstitutiven deutschlandweiten Entwicklungen, aber auch in unserer Region.
Autor des Vortrages ist der Historiker und Journalist Konstantin Groß, Jahrgang 1964, seit 1992 Redakteur der Tageszeitung „Mannheimer Morgen“, dort auch Autor der wöchentlichen historischen Seite „Zeitreise“ sowie Verfasser von bislang 34 Buchveröffentlichungen zur Lokal- und Regionalgeschichte.
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