Veranstaltungen

Auschwitz und danach: Erinnerung, Verantwortung, Gegenwart

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am Dienstag, 27. Januar 2026 um 19:30 Uhr

Am Dienstag, den 27. Januar, lädt der Arbeitskreis Ehemalige Synagoge Leutershausen zu einer Gedenkveranstaltung ein, deren Mittelpunkt zwei Vorträge zur Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz und zur Situation der Überlebenden in der Zeit danach bilden. Zwei Nachfahrinnen von in Auschwitz Ermordeten geben dabei historische wie persönliche Einblicke: Rita Althausen und Catherina Field.

Der 27. Januar 1945 ist ein denkwürdiges Datum. Er wurde zum symbolischen Gedenktag für die Opfer des Holocaust – doch er markiert weder die Befreiung von Auschwitz noch das Ende des Mordens. Seine Bedeutung erhält dieser Tag, weil Auschwitz wie kein anderer Ort für das industrialisierte Töten steht.

Rita Althausen wird darlegen, dass der 27. Januar aus jüdischer Perspektive nicht das Ende des Holocaust bedeutete. Antisemitische Gewalt, Ausgrenzung und das Wegsehen der Welt setzten sich fort – oft leiser, aber nicht weniger wirksam. Im Bewusstsein der menschenverachtenden Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur bleibt das Gedenken eine Aufgabe der Zivilgesellschaft: jüdisches Leben zu sichern, zu schützen und sichtbar zu machen.

Catherina Field wird in einem persönlichen Zeugnis vom Weiterleben nach der Katastrophe berichten, vom Vergessen nach der sogenannten Befreiung und davon, wie sich antisemitischer Hass bis in unsere Gegenwart und in die nächste Generation fortsetzt. Ein Beitrag, der Erinnerung nicht als Rückblick versteht, sondern als klaren Appell zum Handeln heute.

Rita Althausen ist ehemalige Vorsitzende, Catherina Field Mitglied der Jüdischen Gemeinde Mannheim. Beide sind stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Rhein-Neckar. In der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ist Rita Althausen die jüdische Vorsitzende.

Musikalisch wird die Veranstaltung von den Power ToneZ!, einem modernen, gemischten Chor der Sängereinheit 1864 Leutershausen mit zwei Liedern begleitet.

Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind eingeladen, gemeinsam zu erinnern und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.

Im Labyrinth des Schweigens

Film zum Auschwitz-Gedenktag am Sonntag, 8. Februar um 20.15 Uhr im Olympia-Kino

Frankfurt 1958 – In der Justiz hat kaum jemand Interesse, die Verbrechen der Nationalsozialisten zu verfolgen. Doch der junge Staatsanwalt Johann Radmann und sein Freund, der Journalist Thomas Gnielka bleiben hartnäckig, als sie auf Dokumente stoßen, die eine Reihe ehemaliger SS-Männer, die in Auschwitz Dienst leisteten, schwer belasten. Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, Sohn liberaler jüdischer Eltern und unter den Nationalsozialisten frühzeitig verfolgt und schließlich nach Dänemark emigriert, unterstützt die Ermittlungen maßgeblich. Schließlich sind die gemeinsamen Bemühungen nach der Überwindung von erheblichen Widerständen und persönlichen Rückschlägen erfolgreich: Unter Generalstaatsanwalt Bauer kann im Jahr 1963 endlich der erste Auschwitz-Prozess in Frankfurt beginnen.  

[ Deutschland 2014 – Regie: Giulio Riccardelli – Darsteller: Alexander Fehling, Gert Voss, Friederike Becht u.a. – FSK 12 – Länge: 123 Min. ]

Olympia-Kino, Hölderlinstraße 2, 69493 Hirschberg

Den Film zeigen wir in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Olympia-Kino.

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Andere Veranstalter

In der Ehemaligen Synagoge Leutershausen finden auch Veranstaltungen statt, die nicht von diesem Arbeitskreis organisiert werden, sondern von anderen Vereinen. Dazu zählen der Kulturförderverein Hirschberg und der Verein Musik in Hirschberg.

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