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Über die aktuellen Veranstaltungen informieren wir sie gerne fortlaufend per E-Mail, wenn Sie uns hiermit ihre E-Mail-Adresse mitteilen. In der Ehemaligen Synagoge finden auch Veranstaltungen statt, die nicht von diesem Arbeitskreis organisiert werden, sondern von anderen Einrichtungen. Sie finden hier das aktuelle Programm des Kulturfördervereins in Hirschberg.

Termin Die Veranstaltung finden statt in der Ehemaligen Synagoge Leutershausen, Hauptstr. 27, 69493 Hirschberg.  Hier finden Sie eine Straßenkarte.
8. Mai

19:30 Uhr

Bücher aus dem Feuer

Im Fokus: Entartete Kunst

Am Montag, den 8. Mai findet um 19:30 Uhr in der Ehemaligen Synagoge Leutershausen die Veranstaltung „Bücher aus dem Feuer“ statt. Sechs Einrichtungen in Hirschberg organisieren sie in diesem Jahr zum elften Mal gemeinsam und laden dazu ein. Mit der Veranstaltung soll an die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten im Mai 1933 erinnert werden. Damals verbrannten die Nationalsozialisten kurz nach der Machtübernahme Werke von politisch und rassisch unerwünschten Schriftstellern und Wissenschaftlern, aber sie diffamierten auch Musik und Kunstwerke als „entartet“ und verfolgten die Künstler. In diesem Jahr widmet sich die Reihe „Bücher aus dem Feuer“ besonders drei Künstlern, die vor der Verfolgung durch die Nazis ins Exil flüchteten. Ihre Bilder werden in großformatiger Projektion gezeigt und mit Lesungen passender Texte verbunden. Dazu improvisiert Jens Schlichting am Flügel.

Vorgestellt wird die jüdische Malerin und Schriftstellerin Charlotte Salomon, die in Berlin geboren wurde und in expressionistischem Stil malte. Sie floh nach Frankreich, wo sie über 1000 Bilder malte, wurde dort verraten und im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Begleitend zu den gezeigten Bildern werden Texte von David Foenkinos gelesen.

Der Grafiker Clément Moreau wurde wegen seines politischen Engagements von der Gestapo verfolgt und rettete sich in die Schweiz und nach Argentinien. Er hatte persönlich den Schriftsteller Erich Mühsam kennengelernt, dessen Verhaftung und Ermordung er mit eindrucksvollen Linolschnitten umsetzte. Texte von Mühsam ergänzen die Bilder.

Gerda Taro wuchs in Stuttgart auf und wurde als Kriegsfotografin bekannt. Sie floh als Mitglied sozialistischer Gruppen vor den Nazis ebenfalls ins französische Exil und ging von dort nach Spanien, um ab 1936 mit ihren Fotos die Gräuel des Spanischen Bürgerkriegs zu dokumentieren. Ein Jahr später wurde sie während eines Angriffs der deutschen Legion Condor von einem Panzer überrollt.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Arbeitskreis Ehemalige Synagoge Leutershausen, Förderkreis Olympia-Kino, Gemeindebücherei Hirschberg, Katholische Öffentliche Bücherei, Klavierstudio Hirschberg und dem Lernzentrum CAPiTO. Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne entgegengenommen.

Der Holzschnitt von Clément Moreau zeigt Erich Mühsam in seiner Zelle.