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Über die aktuellen Veranstaltungen informieren wir sie gerne fortlaufend per E-Mail, wenn Sie uns hiermit ihre E-Mail-Adresse mitteilen. In der Ehemaligen Synagoge finden auch Veranstaltungen statt, die nicht von diesem Arbeitskreis organisiert werden, sondern von anderen Einrichtungen. Sie finden hier das aktuelle Programm des Kulturfördervereins in Hirschberg.

Termin Die Veranstaltung finden statt in der Ehemaligen Synagoge Leutershausen, Hauptstr. 27, 69493 Hirschberg.  Hier finden Sie eine Straßenkarte.
14. Juni

20:00 Uhr

Die Tora als Frohe Botschaft

Vortrag von Prof. Christoph Hardmeier

In einer Zeit, in der Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus neue Nahrung finden, ist unser Augenmerk besonders auf ihren religiös-theologischen Nährboden zu richten, der als problematisches Erbe unsere christlich-abendländisch Kultur und Mentalität zutiefst mitgeprägt hat. Die vermeintlichen Gegensätze von „Gesetz“ und „Evangelium", von „Werkgerechtigkeit“ und „Gerechtigkeit aus Gnaden allein“ oder die Rede vom „rächenden Gott“ des Alten und dem „liebenden Gott“ des Neuen Testaments sind vor allem auch im kirchenfernen säkularen Raum tief eingewurzelt und bilden einen prekären Humusboden für antijudaistische Vorurteile und Feindbilder gegen Juden. Diesem unterschwelligen Vorurteilsgeflecht stellt der Vortrag die These gegenüber, dass die Tora aus der Perspektive der hebräischen Bibel wesenhaft selbst zum Evangelium gehört. In zwei Teilen ist zuerst etwas zu den Begriffen „Tora“, „Gesetz“ und „Evangelium“ zu sagen, da die Missverständnisse meist schon perfekt sind, bevor man diese Begriffe in den Mund genommen hat. Im zweiten Teil soll in Grundzügen gezeigt werden, was die hebräische Bibel selbst und insbesondere die Mose-Rede in Dtn 1-30 unter der Tora als einem herrschaftskritischen Gesellschafts-Vertrag mit Gott und einer segensreichen geschwisterlichen Lebensordnung des Gottesvolkes versteht.

Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Der gebürtige Zürcher, Prof. Dr. Christof Hardmeier, Jahrgang 1942, lehrte von 1993 bis zu seiner Emeritierung 2008 als Professor für Altes Testament an der Universität Greifswald und war zuvor seit 1977 Dozent für Hebräisch und Altes Testament an der Kirchlichen Hochschule Bethel. Nach dem ersten Theologischen Examen in Zürich nahm er 1968 in Heidelberg ein Promotions-Studium der allgemeinen Sprach- und Literaturwissenschaft auf und lebte dort mit seiner Familie – zeitweise auch in Hohensachsen – bis 1977. (Älteren Personen aus Heidelberg könnte er auch von seinem hochschulpolitischen Engagement und der Gründung der studentischen Kindertagesstätte in der Plöck her noch bekannt sein). Seit 2010 lebt Hardmeier in Berlin.